my Skincare Blog

Wissenswertes

Was steckt wirklich in einer Creme, und was macht es mit der Haut?Neun Beiträge zu Inhaltsstoffen, Ölen, Plastik und der Cremebasis, auf der my Skincare aufbaut.

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

Weiße Orchidee

Wie my Skincare entstand

So viele verschiedene Hauttypen mit verschiedenen Bedürfnissen, dazu die Unverträglichkeiten – in der Praxis werden immer wieder dieselben Fragen gestellt: Welche Pflege passt für mich am besten? Werde ich diese Pflege vertragen? Wie kann ich auf schädliche Inhaltsstoffe verzichten?

Seit über 20 Jahren beschäftigen wir uns mit den Inhaltsstoffen in der Kosmetik und fanden nie eine Kosmetik, die schadstofffrei und zugleich wirkstoffreich für sensible Haut war. So entstand die Idee für das my Skincare-Konzept: Mit ihm stellst du deine persönliche Pflege umweltfreundlich selbst her. Der Ursprung der Inhaltsstoffe wird dabei streng kontrolliert.

Hergestellt wird unsere Kosmetiklinie in einem Labor in Deutschland, die Inhaltsstoffe stammen alle aus Europa.

Die gesamte Linie ist aus Prinzip

  • vegan
  • selbstverständlich tierversuchsfrei
  • ohne schädliche Inhaltsstoffe
  • mikroplastikfrei
  • 98 % weniger Plastik in der Verpackung
Ein Klecks Creme auf dem Finger, daneben der Tiegel

Weißt du eigentlich, woraus deine Kosmetik besteht?

Die Werbung verkauft uns immer die besten Mittel, durch die wir ein schöneres Hautbild bekommen sollen. Wir kaufen diese Pflege und erwarten eine Besserung. Nur was steckt wirklich in einer Creme drinnen? Welche Nebenwirkungen bringt sie mit sich? Das wissen leider nur die wenigsten – denn die Inhaltsstoffe (INCIs) auf der Rückseite verstehen die wenigsten, wenn man nicht gerade Chemiker ist.

Inhaltsstoffe

Kosmetikprodukte bestehen aus Wirkstoffen und Füllstoffen. Viele der Füllstoffe sind sehr bedenklich und lösen Unverträglichkeiten aus. Die Wirkstoffe dagegen haben die Aufgabe, positiv auf die Haut zu wirken. Sie unterstützen die Haut bei natürlichen Funktionen und reparieren sie.

Hinweis: Je höher die Konzentration eines Inhaltsstoffs ist, desto weiter vorne ist er auf der Liste zu finden.

Lavendelfeld in der Provence

Lavendelöl

Die Lavandula angustifolia (echter Lavendel) gehört zu den edelsten und hochwertigsten Sorten, deren Wirkung für die Wundheilung, Hautpflege und in der Medizin eingesetzt wird. Vor allem bei Hautpilzen wurde die heilende Wirkung in mehreren wissenschaftlichen Studien bereits nachgewiesen.

Anwendungsmöglichkeiten

  • Zum Entspannen in die Duftlampe oder ins Badewasser geben
  • In die Schönheitsroutine integrieren, um eine gesunde Haut zu fördern, oder direkt in die Creme geben
  • Für einen besseren Schlaf aufs Duftkissen geben
  • Bei Hautpilz direkt auf die Haut auftragen
Kosmetikflaschen und Tiegel aus Kunststoff

Silikone

Es gibt kaum eine Haut- oder Haarpflege ohne Silikon. Es ist gut verträglich und macht die Haut und Haare optisch glatt und geschmeidig. Nur was macht es in Wirklichkeit?

Silikone sind synthetische Polymere. Diese werden aus Erdöl gewonnen und wirken versiegelnd. Die flüssigen Kunststoffe dichten die Haut ab und suggerieren uns im ersten Moment ein geschmeidiges Gefühl. In Wirklichkeit verstopfen Silikone die Poren und Schweißdrüsen. Das kann zu lästigen Unreinheiten führen und die Haut spröde machen. Die natürlichen Funktionen der Haut werden durch diesen synthetischen Film gehindert.

Die häufigsten Silikone in der Kosmetik

  • Dimethicone
  • Cyclomethicone
  • Dimethiconol
  • Polysiloxane
  • Phenyl Trimethicone

Zu erkennen sind sie an den Endungen „-con(e)“ oder „-xan(e)“.

Chemiker mit Pipette und Reagenzgläsern im Labor

Emulgatoren

Hast du gewusst, dass eine Creme hauptsächlich aus Wasser und Ölen besteht? Weißt du auch, wie sich diese zwei Komponenten zu einer Creme verbinden? Da Wasser und Öl sich nicht „normal“ verbinden lassen, werden dafür sogenannte Emulgatoren verwendet. Es gibt jedoch auch natürliche Mittel, die emulgierend wirken. In den meisten Cremes werden allerdings künstliche Emulgatoren verwendet, da sie in der Verarbeitung unkompliziert und sehr stabil sind.

Fühlt sich deine Haut immer trocken an, obwohl du regelmäßig eine Feuchtigkeitscreme verwendest? Oder ist sie vielleicht sogar gereizt und empfindlich geworden? Was steckt dahinter? Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. In den meisten Fällen sind aber die künstlichen Emulgatoren dafür verantwortlich. Sie lösen die hauteigenen Fette, beschädigen die Hautbarriere und zerstören die Schutzfunktionen der Haut.

Die meistverwendeten Emulgatoren in der konventionellen Kosmetik bestehen aus Polyethylenglykolen (PEGs). Diese synthetischen Lösungsmittel werden aus dem Erdölderivat Ethylenoxid hergestellt. Die Emulgatoren haben die Aufgabe, die Fettmoleküle wasserlöslich zu machen. Das geschieht nicht nur in der Creme – auch die hauteigenen Fette werden dadurch gelöst.

Gesicht einer Frau, überlagert von Wabenstruktur

DMS – die Cremebasis, die die Hautbarriere stärkt

Die konventionelle Creme ist eine Emulsion. Eine leichte Creme enthält weniger Fette und wird als „Öl-in-Wasser (Ö/W)“-Emulsion bezeichnet. Die reichhaltige Creme dagegen enthält mehr Fette und wird als „Wasser-in-Öl (W/Ö)“-Emulsion bezeichnet. Mit diesen Verbindungen kann unsere Haut wenig anfangen.

Anders als eine Öl/Wasser- oder Wasser/Öl-Emulsion wirkt die DMS-Cremebasis. Diese Basis ist frei von künstlichen Emulgatoren und besteht aus natürlichen Substanzen, die der Haut bekannt sind. Diese Verbindungen schaffen eine gut verträgliche, hautähnliche Cremebasis, die als „zweite Haut“ bezeichnet wird.

DMS wird von der Haut erkannt und zwischen den Zellen eingebaut, was für sofortige Pflege und sogar Reparatur sorgt.

Ein Klecks Creme auf dem Finger, daneben der Tiegel

Creme brennt im Gesicht – was steckt dahinter?

Wenn eine Creme brennt oder die Haut danach rot wird, ist das in den meisten Fällen keine Allergie, sondern eine Reizung: Die Hautbarriere ist geschwächt, und Stoffe, die eine gesunde Haut wegsteckt, gelangen tiefer. Die üblichen Verdächtigen sind Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Alkohol und synthetische Emulgatoren.

Duftstoffe

Parfüm ist der zweithäufigste Auslöser von Kontaktallergien überhaupt. 26 Duftstoffe müssen deshalb auf der Verpackung einzeln genannt werden, sobald sie eine bestimmte Menge überschreiten – zum Beispiel Linalool, Limonene oder Geraniol. Alle Cremes von my Skincare sind unparfümiert. Wer einen Duft möchte, gibt selbst ein paar Tropfen Öl dazu; das Aloe Flower kommt dabei ohne deklarationspflichtige Allergene aus.

Konservierungsstoffe

Jede Creme mit Wasseranteil braucht Schutz vor Keimen. Einige gängige Konservierer – etwa Methylisothiazolinon – stehen weit oben auf der Liste der Kontaktallergene. In der INCI-Liste jedes my Skincare Produkts siehst du genau, womit konserviert wird; die Listen stehen auf jeder Produktseite unter „Inhaltsstoffe (INCI)“.

Emulgatoren und Silikone

Klassische Emulgatoren halten Wasser und Öl zusammen – und tun das auf der Haut weiter: Sie können hauteigene Fette mit auswaschen, die Haut trocknet aus und spannt. Silikone legen einen glatten Film über die Haut, unter dem nichts mehr atmet. Die DMS-Basis von my Skincare arbeitet ohne beides; mehr dazu in den Beiträgen zu Emulgatoren, Silikonen und DMS.

Was du tun kannst

  • Bei Brennen sofort abwaschen und die Creme nicht weiterverwenden.
  • Eine neue Creme zuerst hinter dem Ohr oder in der Armbeuge testen, ein bis zwei Tage warten.
  • Möglichst wenige Produkte gleichzeitig: eine Basis, ein Zusatz, optional ein Duft.
  • Bei anhaltenden Beschwerden, Schwellungen oder Ausschlag: zur Ärztin oder zum Arzt, ein Allergietest bringt Klarheit.
Weiße Orchidee

Gesichtscreme selber machen – ohne Chemielabor

Viele wollen ihre Gesichtscreme selber machen: um zu wissen, was drin ist, und um Duftstoffe, Silikone oder Mikroplastik zu vermeiden. Die Rezepte aus dem Internet – Sheabutter, Kokosöl, Mandelöl – haben aber zwei Haken: Ohne Wasseranteil sind sie keine Creme, sondern eine Fettsalbe, und sobald Wasser dazukommt, braucht es Emulgator und Konservierung, sonst kippt die Mischung innerhalb weniger Tage.

So funktioniert Selbstmischen bei my Skincare

Die Vorarbeit ist gemacht: Die Basic Cream ist eine fertige, stabile Creme auf DMS-Basis – hautidentische Struktur, ohne klassische Emulgatoren, ohne Parfüm, unter kontrollierten Bedingungen in Deutschland hergestellt. Du entscheidest nur noch, was hinein soll.

  • Basis wählen: Light, Medium oder Rich, je nach Haut. Die Hautberatung sagt dir in einer Minute, welche.
  • Zusatz dazugeben: ein 2-ml-Fläschchen Treatment auf 50 ml Creme, zum Beispiel Anti-Age, Blemish, Day oder Night.
  • Mit dem beiliegenden Holzspatel verrühren, bis die Farbe gleichmäßig ist – der Zusatz ist eingefärbt, so siehst du, wann es fertig ist.
  • Nach Wunsch ein paar Tropfen Duftöl: Lavendel, Geranium oder Aloe Flower.

Was du davon hast

Du kennst jeden Inhaltsstoff, weil du ihn selbst hineingegeben hast. Du kannst die Creme im Sommer anders mischen als im Winter, morgens anders als abends. Und du kaufst nur, was du brauchst – eine Basis, ein Zusatz, ein Duft – statt drei fertige Cremes, von denen zwei im Schrank stehen bleiben.

Warum sagt my Skincare NEIN zu Plastik?

Plastikflasche am Strand im Abendlicht

Mikroplastik gelangt über Nahrung, Wasser und Luft in den Körper – und steckt auch in Kosmetik.

Dass Plastik unser Ökosystem gefährdet, ist gut belegt. Aber welche Auswirkungen hat das auf unsere Gesundheit? In den Weltmeeren befinden sich heute riesige Mengen an Plastik – von Fischernetzen und Folien über Verpackungsmüll bis hin zu winzigen, mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Partikeln.

In Wasserproben aus stark belasteten Regionen wurde teils sogar mehr Plastik als Plankton gefunden, doch solche Extremwerte sind nicht repräsentativ für alle Meeresgebiete. Eine im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) erstellte Studie zeigt, dass jedes Jahr in Deutschland erhebliche Mengen festes Mikroplastik und zehntausende Tonnen gelöste Kunststoffe aus Kosmetik und Reinigungsprodukten ins Abwasser gelangen.

Eine Laborstudie der Forschungsgruppe PlastX zeigt, dass viele Alltagsgegenstände aus Plastik einen komplexen Chemikalienmix enthalten: In drei von vier getesteten Produkten fanden die Forschenden Substanzen, die im Laborversuch Zellen schädigten oder hormonähnlich wirkten. Insgesamt wurden über 1.400 Chemikalien nachgewiesen, von denen nur etwa 260 eindeutig identifiziert werden konnten.

Welche Folgen hat das für uns?

Mikroplastik und Kunststoffzusätze gelangen über Nahrung, Wasser und Luft in unseren Körper. Tier- und Zellstudien deuten darauf hin, dass solche Partikel Entzündungen fördern, das Immunsystem beeinflussen und Schadstoffe transportieren können – die langfristigen Risiken für den Menschen sind noch nicht vollständig geklärt. Aus Vorsorgegründen lohnt es sich deshalb, auch bei der Hautpflege auf feste und flüssige Kunststoffe zu verzichten. In Kosmetik werden sie als Füllstoffe und Filmbildner verwendet und sind auf der Inhaltsstoffliste z. B. an Bezeichnungen wie ACRYLATES COPOLYMER oder ACRYLATES CROSSPOLYMER zu erkennen.

Achte außerdem auf die Verpackung

Flüssige Produkte stehen dauerhaft in engem Kontakt mit der Kunststoffhülle, was den Übergang einzelner Verpackungsbestandteile erleichtern kann. Wer Glas-, Metall- oder nachweislich kunststoffreduzierte Verpackungen wählt, vermindert die eigene Belastung und schont zugleich die Umwelt.